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So viel kostet Influencer Marketing

24. März 2023 | Influencer

So viel kostet Influencer Marketing

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Viele Marken buchen Influencer nach Followerzahl. Am Ende der Kampagne bleibt oft ein gutes Gefühl, aber keine belastbare Zahl. Der Grund liegt selten am Creator. Er liegt darin, was vor dem ersten Post vereinbart wurde. Wer Mindestreichweite und Mindestklicks vertraglich festlegt, kauft keine Sichtbarkeit mehr, sondern eine messbare Leistung.

Was bedeutet Mindestreichweite bei Influencern?

Mindestreichweite ist die vertraglich zugesicherte Zahl echter Menschen, die einen Inhalt tatsächlich sehen. Sie ist nicht mit der Followerzahl zu verwechseln. Die Followerzahl ist ein Bestandswert, die Reichweite eine Momentaufnahme der realen Sichtbarkeit eines einzelnen Beitrags. Beide Werte hängen oft überraschend wenig zusammen.

Ein Beispiel: Ein Account mit 300.000 Followern, dessen Reels nur 8.000 Aufrufe erzielen, ist teuer und wirkungslos. Ein Account mit 40.000 Followern, dessen Inhalte regelmäßig 60.000 Menschen erreichen, liefert echten Wert. Wer nur auf die Followerzahl schaut, bezahlt eine Zahl, die im Feld nie ankommt.

Was sind Mindestlinkklicks und warum sind sie wichtiger als Reichweite?

Mindestlinkklicks sind die vertraglich zugesicherte Zahl an Klicks auf einen hinterlegten Link, etwa zum Shop oder zur Landingpage. Während Reichweite zeigt, dass ein Inhalt gesehen wurde, zeigt ein Klick, dass er bewegt hat. Der Klick ist der Moment, in dem ein Nutzer aus dem passiven Scrollen aussteigt und sich aktiv für die Marke entscheidet.

Damit ist der Klick die Brücke zwischen Aufmerksamkeit und Kaufentscheidung. Er ist die einzige Kennzahl im oberen Funnel, die sich sauber bis zum Umsatz weiterrechnen lässt. Für Marken mit einem Direktkanal ist das entscheidend, weil sich hier zeigt, ob eine Creator-Kampagne wirklich in Umsatz übersetzt oder nur Reichweite produziert.

Wie werden Mindestreichweite und Mindestklicks vertraglich abgesichert?

Beide Werte gehören nicht als Wunsch, sondern als Bedingung in die Vereinbarung. Erreicht ein Creator die zugesagte Reichweite oder die zugesagten Klicks nicht, wird nachgeliefert: zusätzliche Inhalte, verlängerte Laufzeit oder ein weiteres Format, bis die vereinbarte Leistung erbracht ist.

Diese Absicherung verändert die gesamte Dynamik einer Zusammenarbeit. Aus einer Person, die für einen Post bezahlt wird, wird ein Partner, der für ein Ergebnis einsteht.

Warum setzen die meisten Marken keine Mindestwerte durch?

Vielen Marken fehlt weniger der Wille als die Verhandlungsposition und die Erfahrung, realistische Werte durchzusetzen. Seriöse Creator lehnen eine fair verhandelte Mindestleistung nicht ab. Sie lehnen ab, wenn unrealistische Zahlen gefordert werden, ohne Marke, Content und Kontext zu verstehen.

Der Unterschied liegt in der Einschätzung, welche Zahl bei welchem Creator, in welchem Markt und mit welchem Format überhaupt realistisch ist. Diese Einschätzung stammt nicht aus einem Media Kit, sondern aus jahrelanger Praxis mit den tatsächlichen Ergebnissen dieser Zahlen.

Warum funktionieren Mindestwerte in jedem europäischen Markt anders?

Reichweiten- und Klickwerte verhalten sich von Land zu Land unterschiedlich, weil Kaufkultur, Plattformnutzung und Creator-Landschaft variieren. Was in Deutschland eine starke Reichweite ist, kann in Italien schwach und in den Niederlanden überzogen sein.

Wer für alle Märkte dieselben Mindestwerte ansetzt, verlangt in einigen Ländern zu wenig und schließt in anderen genau die Partner aus, die die richtigen gewesen wären. Für Marken, die in mehreren europäischen Märkten aktiv sind, ist die marktspezifische Kalibrierung dieser Werte deshalb ein eigener Erfolgsfaktor.

Vom guten Gefühl zur messbaren Wirkung

Mindestreichweite und Mindestklicks sind keine reinen Kontrollinstrumente. Sie sind die Entscheidung, eine Kampagne an Wirkung, statt an Sichtbarkeit zu messen.

Sobald eine Marke aufhört, für Reichweite zu bezahlen, und beginnt, für Ergebnisse zu bezahlen, arbeitet das Budget härter, die Creator-Auswahl wird präziser, und am Ende steht eine Zahl, über die niemand mehr diskutieren muss, weil sie im Report steht.